Schule, 17.05.2026
Lernumgebung „Dorf“
Schon vor Ostern trafen sich die 41 Kinder der Basisstufen Pfeffikon, um in Kursen die Lernumgebung vorzubereiten. Nach einer Abstimmung war klar, was im Dorf «Kidswil» alles entstehen soll. Eine Minigolfanlage wurde gebaut, Schürzen für die Friseure genäht, Strassenschilder gestaltet und erste Sachen für den Verkauf hergestellt.
Endlich nach den Ferien ging es los. Alle Bewohner trafen sich am Morgen für das Singen des Kidswiler Liedes und für die Rollenverteilung. Einen halben Vormittag wurde gearbeitet, damit die Arbeitsbestätigung ausgefüllt und anschliessend der Lohn abgeholt werden konnte. Während der restlichen Zeit genoss man das Dorfleben als Mitglied der Familie Bär oder Adler, wo nebst Vergnügen natürlich auch die Ämtli wie Frühlingsputz, Kochen oder Tischdecken dazugehörten. Es war gar nicht so einfach das Geld einzuteilen, das verdient wurde. Die Arbeit war anstrengend und herausfordernd. Im Modehaus beispielsweise mussten die Schaufensterpuppen nach einem Thema neu eingekleidet werden, das Paket mit Material bei der Post abgeholt und alles wieder eingeräumt und sortiert werden. Teilweise hatte man so viel Kundschaft, dass es kaum für ein Nähprojekt reichte. Aber auch beim Blumenladen musste neu angesät und gegossen werden, oder Blumensträusse gebunden und Gestecke auf Bestellung gemacht werden. Wie schön war es, nach getaner Arbeit sich eine neue Frisur machen zu lassen, sich im Café eine Waffel zu gönnen, ein neues Armketteli zu kaufen oder im Casino und Spielcenter zu spielen. Auch spezielle Anlässe fanden im Dorf Kidswil statt. So gab es eine Trauung auf dem Standesamt mit Spalierstehen, Hochzeitstorte, Geschenken und einem kleinen Fest. Während der letzten Lernumgebungswoche kamen noch Welpen auf die Welt, da mussten neue Namen gefunden werden und Halsbänder gemacht werden. Ob die Baugesuche der Familien Bär und Adler wohl bewilligt und ihre Traumhäuser gebaut werden können?
Die Kindern im Schulstoff gingen auch ausserhalb des Schulhauseses auf Erkundungstour, um das Dorf Pfeffikon unter die Lupe zu nehmen. Ausgerüstet mit einem Dorfplan, wurde das Zuhause von jedem Schüler besucht und der Standort des Hauses auf der Karte festgehalten. Natürlich wollte man auch die Gelegenheit nutzen einmal hinter die Fassaden von öffentlichen Gebäuden zu sehen. Unter der Leitung der Pfarreileiterin Frau Küng bekamen die Schüler einen interessanten Einblick rund um die Geschichte der Katholischen Kirche St. Mauritius und bei Herrn Eichenberger gab es nicht nur eine Führung durch die Backstube. Die Kinder durften gleich anpacken und mit Teig eine Maus und einen Igel formen. Am nächsten Tag gab es dann ein frischgebackenes Znüni direkt aus der Bäckerei Eichenberger! Zum Glück haben die Journalisten auch viele Erinnerungsfotos für das persönliche «Wichtig-Heft» gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Lernumgebung «Dorf» allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird.